Niemand braucht Lebensmittel von Amazon!

Amazon verschickt seit 2007 in ausgewählten Teilen der USA Lebensmittel – mit Erfolg. Dieser Service soll 2016 auch nach Deutschland kommen. 

Aber ganz ehrlich: Das braucht wirklich kein Mensch. Und ich erkläre auch mal, warum.

Amazon ist bequem

Ja, okay, ich geb's zu: Bis vor ein paar Monaten habe ich auch meinen halben Hausstand über Amazon bestellt. Bücher, Games, Haushaltsgegenstände – es ist einfach praktisch. Seit ich in Berlin lebe, ist damit jedoch Schluss! 

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Auf Wiedersehen, Impulskäufe!

Inzwischen unterstütze ich aus Überzeugung die Kiez-Buchhandlung und überlege mir bei den meisten Dingen, ob sie eine U-Bahn-Fahrt wert sind – oder eben nicht. 

Dinge nicht per Klick einkaufen zu können, hat nämlich den Vorteil, dass ich deutlich weniger einkaufe als vorher. Es stärkt zudem Start-Ups und Kleinunternehmer und trägt zu einer bunteren Kultur in unseren Fußgängerzonen bei. 

Allerdings habe ich jetzt ein neues Problem: Lebensmitteleinkäufe.

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Wochenendeinkauf oder Mittagspausen-Shopping?

Als Studierende habe ich mich ein bisschen gewundert, wie Menschen ihren alltäglichen Kram erledigen, wenn sie den ganzen Tag zu festen Zeiten im Büro sein müssen. Inzwischen weiß ich: Sie leben effizient. 

Frühstück kaufe ich auf dem Weg ins Büro, Mittag gibts beim Sudanesen an der Ecke und die Zutaten fürs Abendessen besorge ich auf dem Heimweg. Ein Großteil meiner freien Stunden besteht also inzwischen aus Lebensmittelbeschaffung – Zeit, die für andere Dinge verloren geht. Entspannung zum Beispiel. Und das nervt.

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Lebensmittel online shoppen

Inzwischen kann ich den Reiz von nach Hause gelieferten Wochenendeinkäufen verstehen. Aber Amazon Fresh wäre nicht der erste und einzige Anbieter eines Lebensmittel-Lieferservices in Deutschland. 

Neben denen, die ausschließlich online vertreiben,  – wie MyTime – bieten auch Supermarktketten die Lieferung von Lebensmitteln direkt nach Hause an: Zum Beispiel Rewe-Online oder Bringmeister.de, die zu Kaiser's Tengelmann gehören.  

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Voll, viel, zu schwer

Online-Supermärkte profitieren nicht nur von der Bequemlichkeit oder dem Zeitmangel ihrer Kunden. Sie helfen auch Menschen, die dem logistischen Aufwand eines Wocheneinkaufes schlichtweg nicht gewachsen sind – wie Senioren, Kranke oder auch Leute ohne Kraftfahrzeug. 

Und wer einmal ein Drei-Gänge-Menü für Gäste zubereiten wollte und den Einkauf zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen musste, wird wissen, wovon ich spreche...

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Bestellen okay – aber wo?

Bei aller Bequemlichkeit sind die Großanbieter natürlich nicht deine einzige Option.

Du kannst dich – genau wie bei Büchern, Haushaltswaren und Mode – für kleine und regionale Alternativen entscheiden. 

Hier sind ein paar davon für verschiedene Ansprüche:

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Für die Nachhaltigen

Abo-Kisten gibt es inzwischen fast überall. Anbieter wie Ökokiste und Landkorb senden sowohl Abo-Kisten als auch Einzelprodukte, die in der Nähe der eigenen Postleitzahl und nach Bio-Standards produziert werden. 

Für die Ungeduldigen 

Die Zeit zum Einkaufen ist das Eine. Das Andere ist die Idee, welches Gericht heute auf den Tisch kommen soll. Bei dieser Entscheidung hilft dir der beste Lebensmittel-Lieferservice nicht. Obwohl.

Inzwischen gibt es mehrere Anbieter auf dem Markt, die Rezepte und die dazu passenden Lebensmittel schicken. Zu den bekannteren gehören Hello Fresh und das Kochhaus

Für die Feinschmecker

Du willst nur das Beste vom Besten? Du möchtest lokale Spezialitäten und Köstlichkeiten, die in kleinen Manufakturen zusammengebraut wurden? Dann solltest du dich durch das Angebot von Bonativo und Foodist klicken. Aber nicht beschweren, wenn dir danach der Magen knurrt.

Für Lebensmittel-Helden 

Wenn du beim Lesen des Feinschmecker-Absatzes gedacht hast „Wer braucht bitte sowas?“, dann bist du wohl eher ein Kandidat für die Lebensmittelrettung. 

Du kannst dich in einem regionalen Food-Sharing-Netzwerk anmelden und erfährst dort, wo das nächste Regal mit geretteten Lebensmitteln steht. Du kannst aber natürlich auch die Lebensmittel direkt zu dir liefern lassen. Zum Beispiel über das Projekt Etepetete

Mit Lieferschein ins neue Jahr

Du siehst: Für jeden Geschmack ist etwas dabei – selbst, wenn du aus Gründen keine Lust auf Amazon Fresh hast. Und am Ende zählt, was auf dem Teller und in deinem Körper landet. Mahlzeit! 

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Was hältst du von Amazons Lebensmittel-Lieferungen?

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Titelbild via Pixabay

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Caring, in dem es um Dinge geht, die unsere Welt besser machen: Konsum, Umweltschutz, Gerechtigkeit, Gesellschaft. So wie in diesen Artikeln: