Kaffee

Was hinter der Bewegung des „Suspended Coffee“ steckt

Kaufe zwei – verschenke einen. Das ist das Prinzip des Suspended Coffee, des aufgeschobenen Kaffees. Doch was verbirgt sich hinter der Bewegung? 

Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn du dir einen Kaffee kaufst, bezahlst du ihn – gleichzeitig aber auch einen weiteren, der aufgeschobenen wird. Er wird an der Kasse notiert und kann von einem bedürftigen Menschen später kostenlos abgeholt werden. 

Woher die Bewegung kommt und wieso du mitmachen solltest, erfährst du in den 10 Gründen für Suspended Coffee.

Gründe für Suspended Coffee

1. Es ist total einfach

Viele Menschen würden gerne etwas Gutes tun, haben aber keine Zeit oder wissen nicht wie. Jetzt schon: Wenn du einen aufgeschobenen Kaffee kaufst, verlierst du nicht einmal Zeit.

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2. Es ist nicht teuer

Okay, teuer ist immer relativ. Manche können sich eine Tasse Kaffee locker leisten, andere nicht. Doch was ist schon eine Tasse Kaffee, wenn du im Sommer in die USA fliegst oder dir ein teures Handy anschaffst?

3. Auch deine Laune wird besser

Es ist wissenschaftlich belegt, dass die eigene Zufriedenheit steigt, wenn man anderen Gutes tut. Kaufst du einen aufgeschobenen Kaffee, steigt neben dem Koffein- auch der Endorphinspiegel.

4. Ein Kaffee als praktizierte Nächstenliebe

Ob du gläubig bist oder nicht: Das Prinzip der Nächstenliebe steckt uns Menschen in der DNS. Wir helfen einfach gerne und haben ein schlechtes Gewissen, wenn wir es nicht tun. Das Wort Nächstenliebe ist zwar abgedroschen, doch die Bedeutung und Wichtigkeit ist dieselbe wie früher.

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5. Kein Nachteil für Cafébesitzer

Das Prinzip des aufgeschobenen Kaffees ist auch aus der nüchtern wirtschaftlichen Sicht von Cafébetreibern äußerst sinnvoll. Finanzielle Nachteile entstehen nicht – im Gegenteil: Dem Ruf des Cafés schadet es sicherlich nicht und wenn genug Menschen die Möglichkeit kennen, einen aufgeschobenen Café zu kaufen, steigt womöglich der Umsatz. So sind alle glücklich: Cafébesitzer, Spender und Empfänger.

6. Die Aktion wird bekannter

Zwar ist die Bewegung des aufgeschobenen Kaffees schon länger in Deutschland präsent, dennoch machen bundesweit laut Suspended Coffee Germany noch nicht genug Cafés mit. Nach Cafés in deiner Nähe kannst du übrigens auf der Homepage suchen.

Ähnliche Zahlen gibt es beim Projekt Coffeesharing, das den selben Ansatz verfolgt. Der Hauptgrund für die deutschlandweit noch nicht so hohe Anzahl mitmachender Cafés ist sicherlich, dass die Aktion bei Cafébesitzern und einem breiten Publikum noch wenig bekannt ist. 

Das kann sich durch dich ändern.

7. Du musst keinen Eimer Eiswasser über deinem Kopf leeren

Ja, der Hintergrund der Ice Bucket Challenge war ernst und wichtig. Und vielleicht war es auch nötig, sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf zu kippen, damit viele Menschen auf die Aktion aufmerksam werden. Beim Prinzip des aufgeschobenen Kaffees musst du so etwas allerdings nicht machen.

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8. Weil der aufgeschobene Kaffee Tradition hat

Der Suspended Coffee (italienisch: caffè sospeso) kommt ursprünglich aus Neapel in Italien. Nach den beiden Weltkriegen wurden viele Menschen arm und konnten sich plötzlich keinen Kaffee mehr leisten. Schon bald etablierte sich das Prinzip, dass reichere Bürger einen aufgeschobenen Kaffee für die sozial schwächeren Menschen kauften.

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9. Weil Winter ist

Die kälteste Jahreszeit steht vor der Tür. Für manchen obdachlosen Menschen besonders hart. Das Geld für einen heißen Tee oder Kaffee ist oft nicht da. Gut, dass du ihnen einen aufgeschobenen Kaffee kaufen kannst.

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10. Weil es um mehr als Kaffee geht

Das Prinzip des aufgeschobenen Kaffees muss natürlich nicht nur für das koffeinhaltige Heißgetränk gelten, sondern kann auf weitere Getränke oder Speisen übertragen werden. Genauso wichtig ist allerdings die Geste und Unterstützung von sozial schwächer gestellten Menschen. 

Ist das Prinzip erst einmal etabliert, sollte es für niemanden eine Schmach sein, sich einen aufgeschobenen Kaffee zu holen – das ist das Ziel.

Macht dein Café um die Ecke auch mit?

Der aufgeschobene Kaffee ist eine tolle Sache und mithelfen ein Kinderspiel. Vielleicht macht dein Café um die Ecke auch schon mit – vielleicht wird es auch erst durch dich auf die Aktion aufmerksam. Gutes tun kann so einfach sein und macht dich und andere glücklich. Infos zum aufgeschobenen Kaffee gibt es auch bei Facebook.

Mache auf diese einfache Hilfe aufmerksam!

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Titelbild via Snapwire / Nate Mueller

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Caring, in dem es um Dinge geht, die unsere Welt besser machen: Konsum, Umweltschutz, Gerechtigkeit, Gesellschaft. So wie in diesen Artikeln: