Fünf grasklare Gründe für die Legalisierung von Cannabis

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Lisa Budzynski

In kaum einer Debatte gehen die Meinungen so stark auseinander wie in der Frage, ob man Cannabis legalisieren sollte oder nicht. Das Thema ist sensibel und sollte differenziert betrachtet werden.

Ich möchte an dieser Stelle aber Partei für die Legalisierungs-Forderer ergreifen, denn ich finde die folgenden Argumente ziemlich einleuchtend.

Fünf gute Gründe für die Legalisierung von Cannabis:

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1. Trennung der Märkte und Schwächen krimineller Strukturen

Durch das Verbot von Cannabis werden derzeit kriminelle Strukturen gestärkt. Große Gewinnspannen auf dem Schwarzmarkt locken das organisierte Verbrechen. Natürlich gibt es auch viele kleine Verkäufer, die vielleicht nur Freunde und Bekannte mit kleineren Mengen Cannabis versorgen. 

Die meisten Straßenverkäufer jedoch verkaufen zusätzlich auch andere Drogen, deren Gewinnspanne deutlich höher ist als die von Cannabis. So kommen Cannabis-Kosumenten beim Kauf oftmals mit anderen, gefährlicheren Drogen in Kontakt. Eine Trennung der Märkte würden diesen Kontakt verhindern.

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2. Keine gefährlichen Streckmittel mehr

Damit sich die Gewinnspanne von Cannabis erhöht, wird es oft gestreckt. Diese Streckmittel sind gesundheitsschädlich und stellen ein unkalkulierbares Risiko dar. 

Durch Legalisierung wären Qualitätskontrollen und korrekte Deklarierung (wie hoch ist der THC-Gehalt in den einzelnen Sorten?) möglich. Das würde den Konsum sicherer machen. Du möchtest ja auch wissen, ob in der Flasche Bier oder Schnaps ist bzw. ob der Alkohol verunreinigt ist.

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3. Aufklärung und bessere Hilfe – keine Entmündigung

Legalisierung würde Aufklärungsarbeit und Prävention deutlich vereinfachen. Wenn jemand einen problematischen Konsum entwickelt, wäre die Hemmschwelle, sich Hilfe zu suchen, wesentlich geringer. 

Die derzeitige zumindest teilweise Tabuisierung des Cannabis-Konsums erschwert die Hilfe und die Aufklärung.

Zu der Frage, wie sich problematischer Konsum erkennen lässt, sagt Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband:

Problematischen Cannabis-Konsum zu definieren, ist schwierig. Auch die Antwort der drugcom auf die Frage, woran man eine Cannabis-Abhängigkeit erkennt, ist schwammig. Es gibt Menschen, die mehrere Gramm Cannabis am Tag konsumieren und damit in gewisser Weise auch als abhängig bezeichnet werden könnten – wie es auch z.B. bei vielen Kaffeetrinkern der Fall ist, – denen man das aber kaum anmerkt und bei denen es keine relevanten Einschränkungen gibt. Für andere sind schon sehr viel kleinere Mengen zu viel und eine echte Beeinträchtigung des Alltagslebens. Es kommt also vor allem darauf an, wie sich der Konsum auf das Leben auswirkt.“

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4. Money, Money, Money

Der Staat könnte bei einer Legalisierung einerseits Steuern einnehmen und andererseits das Geld für die Strafverfolgung einsparen. Zwei Fliegen, eine Klappe.

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5. Medizinischer Nutzen

Es gibt bereits einige Untersuchungen zur Wirkweise von Cannabis in Bezug auf die Linderung verschiedener Krankheitsbilder, wie zum Beispiel chronische Schmerzen. Allerdings gibt es auch viele Aspekte, die bisher unerforscht oder zu wenig erforscht sind. Dazu gehört die Frage, ob Cannabis Krebszellen zerstören kann oder gegen Migräne hilft. Legalisierung würde diese Forschung vorantreiben.

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Das Schlusswort zum Thema Legalisierung überlasse ich dann stilecht einfach Bob Marley: 

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Titelbild via pixabay

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Feeling, in dem sich alles um Liebe, Gefühle, Freundschaft und Sex dreht. So wie in diesen Artikeln: