Warum ich froh bin, dass Hannibal eingestellt wurde

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Claudia Haessy

Die haessyliche Wahrheit über: Hannibal

Ich mag Hannibal Lecter. Und ja, mir ist durchaus bewusst, wie das klingt.

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Aber tut bitte nicht so, als wenn ihr alle vor Ekel brechend vor dem Bildschirm sitzen würdet, wenn Mads Mikkelsen seine hübschen Wangenknochen durch das Bild spazieren führt.

Der Mann ist eine Augenweide und da sehen wir doch alle gern darüber hinweg, dass er als Hannibal aus seinen Mitmenschen hin und wieder Pasteten herstellt.

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Aber ich bin nicht einfach nur Mikkelsen-Fan. Mich fasziniert die Geschichte als solche. Die Bücher. Die Filme. Alle Filme! Ja, selbst die mit Brian Cox als Lecter und Ralph Fiennes als die Zahnfee der Drache.

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Diese düsteren Abgründe, in die man bei Das Schweigen der Lämmer & Co. eintaucht, sind grausam und faszinierend zugleich. Die Grenzen zwischen Gut und Böse sind immer wieder fließend. Sympathie und Furcht wechseln sich im Minutentakt ab.

Und obwohl ich natürlich weiß, dass man einer Krankenschwester nicht das Gesicht herunter nagen sollte, muss ich nun mal ziemlich schmunzeln, wenn Lecter so seinen Spaß am Leben hat.

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Außerdem es ist einfach eine der großen Stärken des Autors Thomas Harris, wundervolle Arschloch-Charaktere zu entwickeln, bei denen ich mich geradezu darauf freue, sie leiden zu sehen. 

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Von Hopkins zu Mikkelsen

Dementsprechend habe ich auch die Serie Hannibal von Anfang an verfolgt. Sie unterscheidet sich durch ihren enorm fantasievollen und über die Maßen beklemmenden Erzählstil ganz bewusst von anderen Thriller-Serien bzw. den bisherigen Lecter-Filmen. 

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Ein visuelles Leckerli in der Serienlandschaft

Diese surrealen und albtraumhaften Einschübe, die dem Zuschauer erlauben, tief in die Köpfe der munteren Sammlung an Psycho-, Soziopathen und anderen moralischen Grenzgängern abzusteigen, und die jedes Mal eine enorm bedrohliche Stimmung aufbauen, machen das Besondere der Serie aus.

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Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist

Aber was anfangs neu und andersartig war, nervt mich in der dritten Staffel nur noch. In den seltensten Fällen bringen diese Szenen, die durchaus weiterhin bedrohlich sind, die Geschichte voran. Ein visuelles Feuerwerk, das mich inzwischen unbefriedigt zurücklässt.

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Hinzu kommt, dass mir diese unfassbar abgeklärten, existentialistischen Gespräche von Crawford, Alana, Will & Co. einfach auf den nicht existenten Sack gingen. 

Kein Mensch ist dermaßen selbstreflektiert!

Und von der Entwicklung dieser verstörenden Bromance fange ich lieber gar nicht erst an...

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So großartig, bedrohlich und faszinierend Mads auch in seiner Rolle war: Ich bin froh, dass die Serie nun eingestellt wurde und bete ganz fest, dass es keine Wiederaufnahme geben wird.

In diesem Sinne:

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Bist du froh oder traurig, dass Hannibal vorbei ist?

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Couching, in dem sich alles um Serien, Filme, Games und dein geliebtes Sofa dreht! So wie in diesen Artikeln: