Ich will Jessica Lange in American Horror Story zurück!

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Claudia Haessy

Es gibt Grusel, es gibt Horror. Und es gibt:

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American Horror Story ist das Sahnehäubchen der blutgetränkten Welt der Horrorserien!

Dabei geht es in den einzelnen Staffeln – die jeweils in sich abgeschlossen sind – nicht einfach nur um urbane Horrormythen, um schlichten, tumben Grusel, Splatter und übertriebene Gewalt, bei der einem ständig Blut, Gedärme und Hirnmasse entgegen spritzen.

(Auch wenn das natürlich hin und wieder mal passiert. Quasi notgedrungen.)

Es geht vielmehr um die dunkelsten Untiefen der menschlichen Seele. Es geht um unsere innersten Triebe, Wünsche und Gelüste. Um Verluste und Schmerz jenseits des Vorstellbaren.

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Jede Folge erzeugt in mir ein Gefühl innerer Unruhe. Eine kaum greifbare Furcht. Und die Hilflosigkeit, zusehen zu müssen, wie Schmerz und Leid über das Leben jedes Charakters hereinbrechen. Wie ein verheerender Tsunami. Düster und grausam.

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Ich bin gefangen in dem Strudel der blutigen Ereignisse. Will und muss sofort nach jeder Folge wissen, wie es weitergeht. Weil in mir die Hoffnung keimt, dass am Ende doch noch alles gut wird. Dass zumindest nicht alle sterben. Oder nur ein bisschen?

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Das Großartige an American Horror Story ist: Die Serie schafft es, sich mit jeder Staffel komplett neu zu erfinden und dennoch dieselbe düstere Atmosphäre beizubehalten. Beim Schauen kann ich mir kaum noch vorstellen, dass es außerhalb jener Welt eine andere gibt. 

Eine, in der Frauen nicht von Geistern in Latexklamotten vergewaltigt werden und in der keine Serienkillerclowns ohne Unterkiefer ihr Unwesen treiben.

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Diese Art von Unbarmherzigkeit gegenüber den Charakteren kenne ich sonst nur von Game of Thrones. Mit dem Unterschied, dass es dort zumindest hin und wieder so etwas wie eine karmische Gerechtigkeit gibt. Hier nicht.

Aber neben all diesen Aspekten gibt es eine Sache, eine Frau, die für mich den Hauptgrund darstellt, warum diese Serie so grandios ist:

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Lange ist die Königin von American Horror Story

Sie ist das Kernstück. Ihre Figur stets der Fluch aller Protagonisten. Und damit der Segen für den Zuschauer.

Zerbrochen. Stark. Sich verzehrend. Getrieben. Ambivalent. Skrupellos. Und stets mit einem unbeschreiblich starken Ego.

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Ihre Bösartigkeit auf der einen und ihre Sehnsucht geliebt und verehrt zu werden auf der anderen Seite, lösen bei mir eine irritierende Mischung aus Abscheu, Verständnis und Mitgefühl aus.

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Doch nicht in der neuen fünften Staffel 

Denn Lange fehlt. Einfach so. Stattdessen fungiert als Haupt-Antagonistin nun Lady Gaga.

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Lady Gaga ist nicht schlecht, keine Frage. Aber nicht schlecht reicht eben nicht. Lange fehlt und Gaga kann sie einfach nicht ersetzen. 

Und deswegen muss ich mich nach den ersten Folgen dieser Staffel nun ernsthaft fragen, ob ich überhaupt weiter gucken will.

American Horror Story bleibt sicherlich auch weiterhin eine Ausnahmeserie. Aber ohne Jessica Lange ist sie einfach nicht mehr dieselbe.

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Magst du die 5. Staffel auch ohne Jessica Lange?

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Couching, in dem sich alles um Serien, Filme, Games und dein geliebtes Sofa dreht! So wie in diesen Artikeln: