Das beste Weihnachts-Geschenk für Minimalisten: nichts!

Keiner mag die Familienmitglieder, die sich an Weihnachten einfach „nichts“ wünschen. Sie sind anstrengend, seltsam und wenn man ihnen zum Fest freudestrahlend Pralinen, Bettwäsche oder etwas anderes „nützliches“ überreicht, sind sie nicht einmal dankbar. 

In meiner Familie bin ich dieses Arschloch. 

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Konsum finde ich doof

Ich habe im vergangenen Jahr angefangen, mich mit Konsum und Minimalismus zu beschäftigen – und ich liebe es! 

Ich habe einen Großteil meiner Kleidung verschenkt, meine Möbel verkauft, Unnötiges gespendet und einen kleinen Teil weggeworfen. Mein Kleiderschrank besteht aus Umzugskartons und als nächstes soll es meinen Büchern an den Kragen gehen. 

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Das alles fühlt sich verdammt gut an. Es passt zu meinem Gefühl, dass zu viele Dinge mich eher stressen, als mir den Alltag zu erleichtern. Ich habe Freude daran, mein Leben und meine Gewohnheiten zu ändern. 

Gäbe es da nicht eine Bedrohung meines neuen Lebensstils, die immer näher rückt: Weihnachten! 

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„Ich brauche nichts, Omi.“

Da ich Anfang November Geburtstag habe, kam zu dieser Zeit schon die erste Welle der Geschenk-Nachfragen – mit dem Verweis, das ja auch bald Weihnachten sei. 

Und jetzt vor Weihnachten platzt das Internet vor Geschenk-Vorschlägen für Minimalisten. Mehr Dinge für Leute, die eigentlich weniger wollen. Ernsthaft?

Dass ich mir ehrlich und aufrichtig nichts wünsche, scheint total indiskutabel zu sein. Irgendwas werde ich doch brauchen. Keine Schokolade? Keine Socken? Wenigstens ein bisschen Geld? Junge Leute brauchen doch immer Geld. Warum will das Kind denn bloß nichts haben?

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„Danke Mama, aber ich habe genug Bettwäsche.“

Mir fiel es immer schon schwer, Wunschlisten zu machen. Doch das scheint bei den Schenkenden die Fantasie nur noch mehr anzuregen. 

Besonders beliebt sind Haushaltsgegenstände. Ich habe Topflappen, Kleiderbügel, Bettwäsche und Handtücher für einen fünf-Personen-Haushalt. 

Auch gern verschenkt werden Schokolade und Pralinen, die ich ehrlich gesagt gar nicht essen möchte – vor allem nicht in solchen Massen. 

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„Danke, aber das hätte echt nicht sein müssen.“ 

Liebe Familie, wenn ich sage ich will nichts, dann meine ich es auch so. Es ist doch für uns alle stressig.

Ihr sucht ohne jeden Anhaltspunkt ewig nach einem Geschenk für mich. Und ich muss an Weihnachten so tun, als würde ich mich darüber freuen und fühle mich schuldig, wenn ich den Krempel nicht wenigstens ein Jahr lang aufhebe. Dann fliegt er aber in die Tonne – oder wird weiter verschenkt. 

Und davon hat doch wirklich niemand was. 

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„Ich hab euch auch lieb!“

Ich weiß, ihr fühlt euch besser, wenn ihr Sachen in buntes Papier einwickeln und mir überreichen könnt, aber denkt doch bitte kurz darüber nach: 

Geschenke sollen Menschen erfreuen und ihnen zeigen, dass wir sie schätzen und lieben. Darum schenke ich euch auch etwas, obwohl ich selbst nichts haben will. Ich weiß, euch ist diese Tradition wichtig und mir fällt kein Zacken aus der Krone, wenn ich euch ein paar Plätzchen mehr backe.

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Aber respektiert doch bitte im Gegenzug auch meinen Wunsch und verschont mich dieses Jahr. Ich hab wirklich genug Kleiderbügel. 

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Erkläre deinen Freunden, warum du nichts zu Weihnachten möchtest

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Caring, in dem es um Dinge geht, die unsere Welt besser machen: Konsum, Umweltschutz, Gerechtigkeit, Gesellschaft. So wie in diesen Artikeln: