Momente, in denen du froh bist, kein Single zu sein

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Claudia Haessy

Unabhängiger Single zu sein hat durchaus Vorteile, keine Frage. Aber hin und wieder gibt es sie – diese Momente, in denen man froh ist, jemanden an seiner Seite zu haben. Einen Partner, ein significant other. Und hier steht, warum.

Hygiene-Problem

Du sitzt auf der Toilette, liest tiefenentspannt in der neuesten Ausgabe vom Lustigen Taschenbuch und realisierst plötzlich und vor allem zu spät – viel zu spät! –, dass das Klopapier alle ist. Gut, vielleicht wäre es nicht alle, wenn du Single wärst. Aber nun ist zumindest einer da, den du rufen kannst, damit er dir eine neue Rolle bringt!

Denn gibt es etwas Würdeloseres, als mit heruntergelassenen Hosen zur Abstellkammer hüpfwatscheln zu müssen, vielleicht noch am Fenster vorbei? Wohl kaum.

Essen gehen

Du sitzt im Restaurant, beim Italiener oder Franzosen, Hauptsache romantisch, Hauptsache Kerze auf dem Tisch, hinter deren Schein du das lächelnde Gesicht eines Menschen siehst, der dich liebt.

Und eben nicht das des Kellners, der zwar auch lächelt, aber vorrangig aus Mitleid und auch nur um dich dann zu fragen, ob du schon was bestellen willst oder noch auf jemanden wartest.

Essen teilen

Manche behaupten ja, eine Partnerschaft diene vorrangig der Fortpflanzung und Erhaltung der Art. Aber du weißt: Bei einer Partnerschaft geht es vor allem darum, jemanden gefunden zu haben, der all die komischen Dinge isst, die man selbst nicht mag.

Oliven zum Beispiel. Oder das Ingwer beim Sushi. Von Rosenkohl wollen wir an dieser Stelle besser gar nicht erst anfangen. Und da du das nicht essen und dann vor Ekel brechen musst, trägt das ja letztlich auch zu Arterhaltung bei. Irgendwie.

Kino

Du hast es dir im Kino auf einem der Pärchenplätze so richtig gemütlich gemacht und kuschelst dich innig an denjenigen, mit dem du später hoffentlich all die Sachen machen wirst, die du dir während des Films mit Ryan Gosling oder Megan Fox vorstellst.

Und seien wir ehrlich: Sowohl kuscheln, als auch alles, was danach kommt, wäre allein mit einer XXL-Popcorntonne schon ein wenig seltsam.

Krank sein

Du hast dir eine fette Grippe zugezogen und siechst eindrucksvoll auf dem Sofa vor dich hin. Mutter ist kilometerweit weg und du hast das Gefühl, auch nur den Kopf zu heben, erschöpft deine letzte Lebenskraft.

Wie schön ist es jetzt, wenn da jemand in der Küche steht, der dir eine Hühnersuppe macht, dir Zwieback und Salzstangen ans vermeintliche Totenlager bringt?

Der mit einer Mischung aus Abscheu und grenzenloser Liebe die Haufen nasser Taschentücher vom Boden aufsammelt und einfach nur da ist? Eben.

Gruselfilmabend

Du guckst einen Horrorfilm, obwohl du genau weißt, dass du es nicht machen solltest. Jede Sekunde wird diese Dämonenhexenkillerpuppe auf der Bildfläche erscheinen, um den Hund/ die Katze/ die Nanny/ die Nebendarstellerin mit den drallen Brüsten zu töten. Du greifst panisch an deine Seite – und Gott sei Dank nicht ins Leere!

Vermutlich freut sich dein Partner zwar nicht so riesig über deine Fingernägel in seinem Fleisch, aber im Gegensatz zu einem tierischen Ersatzpartner beißt er dich zumindest nicht zurück. Es sei denn, du stehst drauf.

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Bild via Giphy.com

Frieren

Der Winter steht vor der Tür und du frierst schon, wenn du nur daran denkst. Da helfen auch keine Strumpfhosen, Thermo-Unterwäsche oder diese Strickjacke aus Schafswolle mit den Bauernhofmotiven von Tante Ute. Nein, dein Körper kann gar nicht anders, als ab Oktober langsam und stetig die Kontrolle über seine Temperatur zu verlieren.

Perfekt, wenn man dann eine menschliche Wärmflasche im Haus hat. Eine, die sich zwar wehrt, wenn du deine Eiszapfen zwischen ihre glühenden Schenkel presst – aber irgendwas ist ja immer.

Kochen

Auch, wenn es im Netz nur von Foodistas, selbst ernannten Foodpornspezialisten und Fast-Profi-Köchen wimmelt – du gehörst leider nicht dazu. Deine Disziplin mag das Essen sein, die Zubereitung ist es eher nicht.

Umso wundervoller, wenn du jemanden an deiner Seite hast, der dir dennoch sagt, wie gelungen deine Fischstäbchen mit Tiefkühlspinat an halbrohen Kartoffeln heute wieder schmecken! Obwohl alle im Raum es besser wissen...


Silvester

Das Feuerwerk geht los, die Korken knallen, die Meute jubelt und umarmt sich – und du hast jemanden direkt vor dir, der dir erst den Sekt über die Hose kippt, dich dann an sich drückt, dir mit warmer Stimme ein frohes Neues wünscht und dich liebevoll küsst. 

Und du weißt mit jeder Faser deines Herzens: Alles ist und wird gut. 

Besser kann man nicht ins neue Jahr starten.

Wofür braucht man einen Partner? Dafür.

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Titelbild via Stocksnap

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Feeling, in dem sich alles um Liebe, Gefühle, Freundschaft und Sex dreht. So wie in diesen Artikeln: