Warum ich Zombie-Filme völlig bescheuert finde

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Claudia Haessy

Ich gestehe: Ich bin kein übermäßiger Zombie-Film-Gucker, aber hin und wieder reizt es mich und ich klöpple mir ein paar apokalyptische Folgen The Walking Dead und anderen Spökes dieser Art rein.

Aber so kurzweilig das Ganze auch ist, so denke ich spätestens nach 20 Minuten:

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Denn was mich bei Zombiefilmen und -serien so wahnsinnig nervt, ist die Tatsache, dass sie stets so tun, als hätte man dort noch nie etwas von Zombies gehört! 

Keiner der Protagonisten hat je einen Zombiefilm gesehen und ist deswegen völlig überfordert, wenn die Viecher plötzlich auftauchen und ihnen die Haut abschlabbern und die noch dampfenden Gedärme fressen wollen.

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The Walking Dead treibt es besonders bunt, indem man sich sogar andere Wörter für Zombies ausdenkt:

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Was. Soll. Das?

Mary Shelleys Frankenstein wurde 1818 veröffentlicht. Das Wort „Zombie“ stammt aus dem kreolischen und ist fest im haitianischen Voodoo verankert. Das Oktoberfest erschafft Jahr für Jahr Abertausende von Zombies! Und zu guter Letzt basiert selbst die christliche Religion auf einem Zombie! 

All das und noch vielmehr wird in Resident Evil & Co. schlichtweg ignoriert.

Und in Filmen und Serien zwanghaft so zu tun, als gäbe es eine Sache, bzw. die Idee einer Sache nicht, ist schlichtweg schwachsinnig.

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Könnt ihr euch Deep Impact oder Armageddon ohne das Bewusstsein für herumfliegende Asteroiden, die jederzeit auf die Erde klatschen könnten, vorstellen?

„Mr. President! Da fliegt ein.. hier... Dings... voll auf die Erde zu!“
„Ein was?“
„Dings! Stein! Galaxiestein!“
„Oh mein Gott, wieso tut es das?“
„Sir, was sollen wir jetzt tun?“
„Hmmm...“

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Das kann ich nicht vergleichen, weil Zombies fiktional sind?

Na gut, was ist mit all den Filmen, in denen Satan und Dämonen auf der Erde wandeln? Um die Apokalypse auszulösen, den Antichristen mit unwilligen Frauen zu zeugen oder anderen Schabernack zu treiben? Man stelle sich das mal vor…

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„Und Sie sind?“
„Sehr bedrohlich!“
„Was riecht denn hier so komisch?“
„Schwefel.“
„Das ist aber nicht schön.“

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Vampire Undead Diaries

Und wie sinnvoll wäre Twilight, wenn Depri-Bella nicht vorher schon ein paar flotte Sachen über Vampire gewusst hätte?

Edward wäre nur ein glitzernder Typ mit extremen Hautkrebsrisiko, der super schnell laufen kann und sein Steak am Liebsten lebendig isst.

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Muggel-Alarm!

Oder ohnehin die gesamte Zauberwelt? Wie erklärt man einem Jungen, dass er ein unfassbar mächtiger Zauberer ist und ein irrer, toter Typ ohne Nase ihm den Garaus machen will – ohne die Worte Zauberer, Hexe und Magie?

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Und Aliens!

Akte X und zwölfzigtausend andere Serien und Filme würden schlicht keinen Sinn ergeben, wenn sie nicht in einer Welt spielen würden, in der man das Wort Alien oder extraterrestrisch schon mal gehört hat! In der die Idee von außerirdischem Leben nicht vorhanden ist!

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Liebe Zombie-Drehbuchautoren

Es gibt Wörter für all diese Dinge, herrje! Sie wurden bereits erdacht, erdichtet und verwendet – nutzt sie und das Wissen darum!

Dann muss ich mir vielleicht in Zukunft auch nicht mehr diese hirnrissige Überraschung in den Gesichtern der Protagonisten ansehen, wenn eine zerlumpte Gestalt mit fragwürdiger Hygiene und Motorik versucht, sie zu fressen.

Wie gesagt, ich bin kein übermäßiger Zombie-Film-Gucker, aber wenn mir sowas entgegenkommt…

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…weiß ich: Das. Ist. Ein. Zombie!

Ist dir das in Zombie-Filmen noch nie aufgefallen?

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Couching, in dem sich alles um Serien, Filme, Games und dein geliebtes Sofa dreht! So wie in diesen Artikeln: