Star Wars: Die Galaxie gehört den Heldinnen

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie eine Filmreihe, in der Frauen sich selbst aus Gefahren retteten, keinen Bock auf Händchenhalten hatten und auch sonst durch und durch badass waren.

Star Wars: Das Erwachen der Macht zeigt, wie selbstverständlich Frauen HeldInnen sein können!

Wie viele Frauen braucht man für einen guten Film?

Hast du schon vom Bechdel-Test gehört? Eigentlich war der Test, den die Cartoonistin Alison Bechdel erfand, nur ein Witz, um aufzuzeigen, wie eintönig weibliche Figuren durch alle Genres hinweg dargestellt werden. Er besteht aus drei einfachen Fragen:

  1. Gibt es mindestens zwei Frauenrollen?
  2. Sprechen sie miteinander?
  3. Unterhalten sie sich über etwas anderes als einen Mann?

Man sollte annehmen, dass die meisten Filme den Test mit Leichtigkeit bestehen. Tatsächlich fällt jedoch jeder zweite durch – und das meist schon bei der ersten Frage.

Nicht so Star Wars: Das Erwachen der Macht.

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Zeit für die neuen Heldinnen

Erfreulicherweise haben die Produzenten des neuen Star Wars sich (auch auf Druck der eigenen Fangemeinde) gegen das übliche Klischee der unfähigen Püppi/ sexy Requisite entschieden. 

Sie zeigen Frauen lieber so, wie wir alle sie aus unserem Alltag kennen: Als stark, selbstbestimmt und durchaus dazu in der Lage, sich selbst aus misslichen Lagen zu befreien. Allen voran die tapfere Rey.

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Rey schlägt sich alleine durch

[Achtung: Ab hier starten ein paar Spoiler!]

Rey ist in Das Erwachen der Macht die Hauptrolle. Das Erste, was dir beim zusehen auffällt: Sie trägt erstaunlich viel Kleidung dafür, dass sie jung, attraktiv und auf einem Wüstenplaneten gefangen ist. 

Die Produzenten haben auf den üblichen Kampf-Bikini verzichtet, den so viele andere Heldinnen tragen müssen, und ihr ein halbwegs praktisches Outfit verpasst.

Schnell zeigt sich auch, dass Rey absolut in der Lage ist, auf sich selbst aufzupassen. Seit sie ein kleines Mädchen war, sorgt sie als Schrottsammlerin für ihren eigenen Unterhalt und kämpft sich durch ein entbehrungsreiches Leben. Hilfe von Außen? Braucht sie nicht! 

Rey ist keine Disney-Prinzessin

Auf ihrem Heimatplaneten wird Rey von zwei Dieben angegriffen und in einen Kampf verwickelt. Finn sieht sie und will ihr zu Hilfe eilen – nur, um mit Erstaunen festzustellen, dass sie auch gut allein mit den beiden Angreifern zurecht kommt.

Dass Rey nicht auf die Hilfe anderer angewiesen ist, zieht sich als roter Faden durch die Story. Ein riesiges Monster greift ihren Freund an? Rey verfolgt das Vieh todesmutig und rettet ihn. 

Ein Befreiungstrupp, der sie aus der Gefangenschaft holt? Rey hat es bei ihrem Eintreffen schon so gut wie selbst aus dem Todesstern geschafft.

Keine Gefahr ist zu groß, kein Mann ist ihr gewachsen! Sie hat die letzten Jahre für sich selbst gesorgt, warum sollte sie nun brav wie eine Disney-Prinzessin im Turm auf einen Retter warten?

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Rey steht nicht auf Händchenhalten

Frauen interessieren sich nur für Mode, Schmuck und Jungs? So ein Blödsinn. Rey repariert ihr Raumschiff selbst und fliegt es in sichere Gefilde. Und bloß, weil sie mit einem gut aussehenden Mann auf geheimer Mission ist, müssen sie sich noch lange nicht in einander verlieben.

Das Rey nicht dem Klischee des kleinen, verschüchterten Mädchens entspricht, ist so erfrischend, dass du gar nicht umhin kommst, sie zu bewundern. Und spätestens seit sie Finn entsetzt fragt „Warum nimmst du meine Hand, ich kann alleine laufen!“ und ihn dann prompt überholt, weißt du: Du hast es mit einer Power-Frau zu tun!

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Rey hat ihre Freundinnen mitgebracht

Dass Rey eine starke Heldin ist, wäre allein schon ein Grund, den neuen Star-Wars-Film zu mögen. Innige Liebe entbrennt aber, wenn du siehst, dass das gesamte Universum mit starken Frauen bevölkert wurde! 

Den Widerstand führt die Generälin Leia an, unter den Piloten der Rebellen sind immer wieder Frauen zu sehen und Maz Kanata wird zur Schlüsselfigur für Reys Weg zu ihrer Bestimmung. 

Selbst das erzkonservative Regime der Ersten Ordnung kommt längst nicht mehr ohne weibliche Führungskräfte aus, wie Kapitänin Phasma beweist.

Rey ist somit keine Ausnahme-Frau. Sie reiht sich ein in einen weiblichen Cast, der klar zeigt, dass dein Geschlecht nicht bestimmt, welche Rolle du in der Welt zu spielen hast.

Fazit: Wenn du Angst vor starken Frauen hast und es dich nervt, wenn in einem Film nicht mindestens eine vollbusige Dame im Bikini auftritt, dann wird Das Erwachen der Macht nicht gefallen.

Wenn du aber die Püppi- und Hausfrauen-Klischees satt hast, dich nach tollen Heldinnen sehnst und nach einem Film, in dem Frauen genauso wichtige Rollen zu spielen haben wie Männer, DANN solltest du dir den Film unbedingt ansehen!

Und nimm am besten auch ein paar Chauvinisten-Freunde mit. Vielleicht lernen sie ja noch das eine oder andere...

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Caring, in dem es um Dinge geht, die unsere Welt besser machen: Konsum, Umweltschutz, Gerechtigkeit, Gesellschaft. So wie in diesen Artikeln: