Gedanken, die Frauen haben, wenn sie nachts allein unterwegs sind

Wenn du Frauen nachts begegnest, laufen sie plötzlich schneller oder weichen deinem Blick absichtlich aus? Du willst sie nach der Zeit fragen und sie reagieren panisch? Du fragst dich, was ihnen so verdammt Angst macht? 

Wir sagen es dir! Mit diesen 9 Dingen, die einer Frau durch den Kopf gehen, wenn sie nachts allein unterwegs ist. 

1. Warum gibt es hier eigentlich keine Laternen?

Wenn Frauen nachts unterwegs sind, fühlt es sich für sie in etwa so an, als müssten sie durch ein Raubtiergehege, um nach Hause zu kommen. Die Predigten ihrer Eltern mahnen sie: Vergewaltiger und Mörder lauern überall! 

Das Schlimmste ist, dass beinahe jede zweite Frau tatsächlich einmal in ihrem Leben Opfer von sexueller Gewalt wird. Kein Wunder also, dass sie im emotionalen Ausnahmezustand sind. 

PLAY
Bild via giphy.com

2. Verfolgt der mich?

Mit der Angst, dass jeder Mann potenziell gefährlich werden könnte, sind Frauen auch nicht tiefenentspannt, wenn sie plötzlich Schritte hinter sich hören. 

Krampfhaft versuchen sie herauszuhören, ob der Typ auch schneller geht, wenn sie schneller werden. Ein Alptraum! 

PLAY
Bild via Giphy

3. Warum hab ich nur den Rock angezogen?

Zu der Angst, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, kommt außerdem die Panik etwas an sich zu haben, das einen zum Opfer werden lässt. Roter Lippenstift, „zu kurzer“ Rock, hohe Absätze – was tagsüber vollkommen legitim ist, fühlt sich plötzlich gefährlich an. 

Das hat auch damit zu tun, dass Opfern eingeredet wird, ihre Kleidung oder ihr Make Up machten sie mitschuldig. 

Selbst wenn Frauen wissen, dass das Bullshit ist – die Angst sitzt trotzdem tief. 

PLAY
Bild via Giphy

4. Ich hätte mir die Haare hochstecken sollen.

Klingt banal, aber ein Tipp, den Frauen in Selbstverteidigungskursen zu hören bekommen ist, ihre Haare möglichst hochzustecken. Offene Haare und lange Zöpfe können Angreifer nutzen um ihr Opfer herunterzuziehen oder festzuhalten. 

Kannst du dir vorstellen, wie es sein muss, solche Szenarien im Kopf durchzuspielen, wenn du nachts allein unterwegs bist? Beängstigend, oder?

PLAY
Bild via Giphy

5. Wen könnte ich um diese Uhrzeit noch anrufen? 

Wenn die Frau vor dir um drei Uhr morgens ihr Handy aus der Tasche zieht und anfängt zu telefonieren, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass sie Angst hat. 

Jemanden anzurufen hat den Vorteil, dass schon vor einem Übergriff ein (zumindest hörender) Zeuge dabei ist. Außerdem kann eine Frau so sicher sein, das jemand sie vermisst, wenn sie nicht zu Hause auftauchen sollte. 

PLAY
Bild via Giphy

6. Hab ich irgendwas mit, das ich als Waffe benutzen kann?

Großer, schwerer Schmuck, spitze Ringe, ein Regenschirm oder den Klassiker: Schlüsselbund. Was auf der Party noch genervt hat, wird auf dem Nachhauseweg zum gedanklichen Rettungsanker. 

Wenn die Frau vor dir ihre Hände tief in die Taschen vergräbt, ist ihr vielleicht einfach nur kalt. Sehr viel wahrscheinlicher krallt sie sich aber gerade an den Schlüsselbund in ihrer Jackentasche, in der Hoffnung, damit nicht ganz so wehrlos zu sein.

PLAY
Bild via Giphy

7. Ist das zu auffällig, wenn ich jetzt die Straßenseite wechsle?

Einer der angeblichen Tricks, um nicht Opfer eines Übergriffs zu werden, ist es, selbstbewusst zu wirken und keine Angst auszustrahlen.

Nichts leichter als das, wenn man im Dunkeln eine verlassene Seitenstraße entlanggeht und Schritte hinter sich hört! 

Am liebsten würde die Frau vor dir sofort lossprinten. Stattdessen versucht sie, in normalem Tempo wenigstens die Straßenseite zu wechseln.

Bild via unsplash.com

8. Könnte ich in diesen Schuhen im Notfall schnell genug rennen?

Nicht nur, dass hohe Schuhe ohnehin schon als Einladung für Angreifer gelten: In Absätzen lässt es sich auch schwer davonlaufen und ein verstauchter Knöchel ist in diesen Situationen das Letzte, was die Frau vor dir riskieren will. 

Da bleibt nur, schon durch schnelles Gehen genügend Sicherheitsabstand zu gewinnen – wenigstens gefühlt.

Bild via pixabay

9. Zum Glück kommt da vorne eine andere Frau!

Nach all den Gedanken zu Gegenwehr und Fluchtchancen scheint in einer bedrückenden Situation wie dieser das Auftauchen einer anderen Frau – oder besser noch Frauengruppe – wie ein Wunder! 

Im Ernstfall kann sich die Frau bemerkbar machen und Anschluss finden. Und sie muss nicht lange erklären, worum es geht – denn beinahe jede Frau kennt diese Ängste leider. 

Bild via pixabay

Das klingt für dich alles ganz schon übertrieben? Dann frag doch mal deine Freundin, Schwester, Mutter oder andere Frauen in deinem Umfeld, ob sie solche Gedanken kennen. 

Die Antworten werden dich überraschen. 

Noch mehr als sonst gilt in diesem Fall: Sharing is Caring.

Teilen Teilen
Bereits 77 mal geteilt!
Titelbild via Pixabay

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Caring, in dem es um Dinge geht, die unsere Welt besser machen: Konsum, Umweltschutz, Gerechtigkeit, Gesellschaft. So wie in diesen Artikeln: