Diese Stars lassen sich Sexismus nicht gefallen!

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Kim Torster

Sexismus ist immer noch alltäglich und besonders Frauen leiden oft an unangebrachten Kommentaren oder an der Tatsache, dass sie einfach weniger ernst genommen werden als Männer.

Hier kommen 9 grandiose Reaktionen auf sexistische Äußerungen, die sowohl smart, witzig, als auch wunderbar ironisch sind.

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Bild via giphy.com

Als Anne Hathaway sich herzlich wenig um Diät-Fragen scherte.

Es ist der Klassiker im Hollywood-Sexismus: Einer Schauspielerin werden Fragen zu Körperpflege und Diäten gestellt, anstatt zu ihrer eigentlichen Arbeit – dem Schauspielern. 

Es gibt Frauen, die beantworten diese Fragen einfach genervt. Und es gibt Anne Hathaway: die fragt nämlich einfach mal zurück, wieso ihr Interviewer das denn wissen wolle? Ob er etwa versuche Gewicht zu verlieren oder ob er gar in einem hautengen Katzen-Ganzkörper-Anzug auftreten wolle? 

Als Hillary Clinton sich weigerte bloß eine Kleiderstange zu sein.

Wer denkt, Fragen zum äußeren Erscheinungsbild seien Schauspielerinnen und Models vorbehalten, irrt. 

Es gab mal einen Tag, da fragte ein Moderator Hillary – immerhin Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika und Präsidentschaftskandidatin – welchen Designer sie bevorzugen würde. Clinton reagierte auf die einzig angemessene Art und Weise und fragte zurück: „Würden Sie das auch einen Mann fragen?“ 

Wohl kaum.

Als sich Ellen DeGeneres über den Stift für Frauen lustig machte.

Ja, richtig. Ein Stift für Frauen. Wozu? Na, weil wir Frauen doch seit Kurzem Lesen und Schreiben lernen und auch Bürojobs machen und so.

Keine Angst, nicht nur du findest das lächerlich. Unter all den Dingen, die Frauen endlich zustehen würden, steht ein Stift speziell für Lady-Hände sicher nicht auf Platz 1. Oder 100. Oder 1000.

Dieser Meinung ist auch die US-Moderation Ellen DeGeneres und kommentiert diese Ohrfeige an die weibliche Emanzipation mit einem Feuerwerk aus fröhlichem Zynismus:

„‚Designed für Frauenhände’“, was soll das heißen?“ Dass wir uns damit so komfortabel fühlen, dass wir vergessen, dass wir nicht ausreichend bezahlt werden, wenn uns unser Chef zum Diktat ruft?“

Sie gab dem Lady-Pen den Rest, indem sie sogar eine eigene Werbespot-Version drehte, in der sie die Idee durch den Kakao zog. Richtig so!

Als die Star Wars-Reihe begann, auf Kampfbikinis zu verzichten

Auch, wenn Prinzessin Leia im goldenen Bikini eine Kultfigur und wahr gewordener Nerd-Traum bleibt: Die neuen Star Wars-Frauen stehen ihr auch ohne aufreizendes Outfit in nichts nach. 

Vor allem die Uniform der Captain Phasma wurde viel diskutiert und von einigen Fans als „nicht weiblich genug“ kritisiert. Die Social Media Mitarbeiter des Produktionsteams sahen das jedoch anders:

Als drei kluge Frauen Robin Thick in die Pfanne hauten.

Blurred Lines war wochenlang auf Platz 1 der internationalen Charts. Dass Robin Thick durch Text und Video des Songs Frauen in erster Linie als Sexobjekte darstellt, haben Millionen Menschen entweder nicht bemerkt oder sie haben sich nicht daran gestört. 

Zoe Ellwood, Olivia Lubbock und Adelaide Dunn drehten den Spieß schließlich um und produzierten eine feministische Parodie, in der sie unter anderem singen: „Wir sind keine braven Mädchen, wir sind akademisch, smart und sarkastisch, kein scheiß Plastik.“

Als Mayim Bialik einen Boulevard-Reporter ganz schön dumm aussehen ließ.

Auf einem Event stellte ein Reporter die Schauspielerin Mayim Bialik– die in der Serie The Big Bang Theory die Neurobiologin Amy verkörpert – die unverschämte Frage, wie viele Menschen tatsächlich glauben würden, sie könne neurobiologische Probleme lösen. 

Mit einem Schmunzeln erklärt sie ihm, dass sie ausgebildete Neurowissenschaftlerin sei. Damit hatte er nicht gerechnet.

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Als Emma Stone auf Knopfdruck Ironie produzierte.

Dass Frauen immer noch in erster Linie hübsch anzusehen sein sollten, um beispielsweise als Schauspielerin erfolgreich sein zu können, nervt. Dass sie dann auch noch auf ihr gutes Aussehen reduziert werden, ist sexistisch. 

Emma Stone wehrte sich auf die wohl charmanteste Art und Weise, indem sie auf einer Pressekonferenz auf den Hinweis eines Journalisten, sie sähe, wie immer, sehr hübsch aus, wie aus der Pistole geschossen antwortete: „Oh danke, das ist alles was zählt.“

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Als eine Twitter-Nutzerin auf Alltags-Sexismus episch konterte.

Unter dem Twitter-Account @EverydaySexism berichten regelmäßig Männer und Frauen von ihren alltäglichen Sexismus-Erlebnissen. So auch diese Twitter-Nutzerin, die von einer Situation im Büro erzählt. 

Als ihr Kollege feststellt, sie müsse wohl gerade menstruieren, so genervt wie sie sei und das es besser wäre sie zu ignorieren, konterte sie: „Wenn ich bluten müsste, um von dir genervt zu sein, wäre ich kurz vorm Verbluten.“ Booooom! 

Als Cate Blanchett sich über einen Ganz-Körper-Check wunderte.

Auf dem roten Teppich geht es primär um die aufwändigen Roben der Frauen – besser lassen diese sich natürlich anhand entsprechender Von-oben-bis-unten-Nahaufnahmen beurteilen. 

Als Cate Blanchett die an ihrem Körper entlangfahrende Kamera bemerkt, bückt sie sich, sodass ihr Gesicht im Bild zu sehen ist und fragt: „Machen Sie das auch bei den Männern?“ 

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Bild via E! / Via patriarchyiswack.tumblr.com

Und die Moral von der Geschicht? Wer sich nicht wehrt, der ändert nichts.

Sexismus ist immer noch tief verwurzelt – ja, auch in der westlichen Welt! – und äußert sich in den vielen alltäglichen Kommentaren und Gesten. 

Was du dagegen tun kannst? Sei aufmerksam, hinterfrage auch manchmal einfache Floskeln und sei wie Beyoncé: nicht nur bossy, sondern der Boss. 

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Caring, in dem es um Dinge geht, die unsere Welt besser machen: Konsum, Umweltschutz, Gerechtigkeit, Gesellschaft. So wie in diesen Artikeln: