Mit wenigen Schritten zum Profi-Troll

Du möchtest also gern andere Leute im Internet belästigen? Aha, soso. Bloß gut, dass es Menschen gibt, die deinen Drang verstehen und nicht versuchen ihn zu unterdrücken. Wie die Herren und Damen von Hass hilft zum Beispiel. Oder Renate Künast. 

Ja, richtig gehört: Renate Künast hat ein ganz zauberhaftes Hass-Tool auf ihrer Facebook-Seite implementiert, um angehenden Trollen und Trollinnen das Rummosern zu erleichtern. 

Wir finden ihre Idee großartig, halten aber Anschauungsmaterial für unerlässlich. Deshalb präsentieren wir dir feierlich:

Der einzig wahre Troll-Guide – MIT Anwendungsbeispielen! 

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Nicht mit Satzzeichen geizen

Es gibt nur eine Satzzeichen-Regel, die wahre Trolle beachten müssen: Es gibt nie zu wenig Ausrufe- und Fragezeichen. 

Stell dir einfach vor, jedes Satzzeichen erhöht die Wichtigkeit deiner Nachricht um 1%. Genügen dir fünfzig, um deine Message rüberzubringen? Natürlich nicht!!!!!!!!!! 

Niemals, aber wirklich niemals, Fakten checken

Jemand behauptet, er habe es mit eigenen Augen gesehen – dann muss das auch stimmen. Jedenfalls eher als der Blödsinn, den sich diese „Journalisten“ die ganze Zeit ausdenken, oder von der Regierung diktieren lassen. Du hast das alles natürlich längst durchschaut!

Immer schön persönlich werden

Manchmal kommt das ungute Gefühl auf, dass du vielleicht Unrecht haben könntest – lass dich davon nicht verunsichern und werde lieber persönlich.

Du kannst deinem Gegenüber alle möglichen und unmöglichen Dinge an den Hals wünschen oder ihn beschimpfen, bis dir selbst die Worte fehlen. So viel Kreativität hält den Geist geschmeidig. 

Wenn dir die Argumente ausgehen, starte ein Ablenkungsmanöver

Hilfreich kann das Anlegen einer Totschlag-Phrasen-Liste für alle Gelegenheiten sein. Besonders beliebt: 

  • Haben wir keine anderen Probleme?!?!?!
  • Da gehen DIR wohl die Argumente aus!!!!!!????!!!!!
  • Ihr steckt doch alle unter einer Decke!!!!!!
  • LÜGENPRESSE!!!!!!!!!!!
  • Selber!!!!!!!!

Gönn dir Wutpausen

Deine Wut flaut etwas ab? Du fühlst dich weniger hasserfüllt, als noch vor ein paar Minuten? Du verlierst an Kreativität?

Zeit für eine Wutpause! Gönn dir einen schnellen Hardcore-Porno, einen Splatter-Film oder eine Runde Mensch-Ärger-Dich-Nicht: Was immer auch deinen Hass-Motor auf Hochtouren bringt. Danach kannst du dann wieder beherzt weiter trollen. 

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Such dir Gleichgesinnte

Allein zu trollen ist ganz lustig – wirklich Spaß macht es aber erst, wenn du noch ein paar Trollfreunde und -freundinnen einlädst mitzumachen. 

So könnt ihr zum einen die Illusion aufrecht erhalten, dass ALLE so denken wie ihr und zum anderen eure Kommentare gegenseitig liken. 

Und die wichtigste Regel von allen: Ein wahrer Troll gibt niemals auf

Natürlich könntest du einfach aufhören Artikel und Kommentare zu lesen, die du ohnehin als Propaganda enttarnt hast – aber wo bliebe dann der Spaß?

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Auch Trolle können teilen!

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Caring, in dem es um Dinge geht, die unsere Welt besser machen: Konsum, Umweltschutz, Gerechtigkeit, Gesellschaft. So wie in diesen Artikeln: