Dein Weg zur Dirty-Talk-Großmeisterin

Oh ja, du ungezogener, kleiner Lüstling! So mag ich es. Mehr! Mehr! MEHR! 

Das kommt dir kein Stück bekannt vor? Dann hast du wohl noch nicht viel mit Dirty Talk experimentiert. Keine Angst, das fällt den meisten schwer. Dabei könnte es so einfach sein!

Sex muss leise sein!

Vermutlich hattest du deine ersten sexuellen Erfahrungen, als du noch unter dem Dach deiner Eltern gelebt hast. Sobald die Leidenschaft dich übermannte, hieß es also vor allem eine einzige Regel strikt zu befolgen: Sei bloß leise! 

Lautes Stöhnen, quietschende Betten, Orgasmus-Brunft-Geräusche – das alles hätte zu unangenehmen Szenen oder peinlichen Gesprächen am Abendbrotstisch führen können. 

Kein Wunder also, dass es dir bis heute nicht leicht fällt, beim Sex ein bisschen Krach zu machen. 

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Über Sex spricht man nicht!

Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, bist du auch noch darauf konditioniert, dass über Sex zu reden mindestens genauso peinlich ist, wie eine Orgasmus-Beschallung der gesamten Nachbarschaft. 

Vielleicht bist du sogar in einem Haushalt groß geworden, in dem ein Penis ein „Pullermann“ und eine Vagina eine „Mumu“ ist? Da würde ich auch nicht gern über Sex reden. 

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Aber keine Angst! Du kannst dein Sex-Schweige-Gelübde brechen und du solltest es auch. Mit diesen Schritten auf dem Weg zum Dirty-Talker per Excellence! 

Lektion 1: Du stirbst nicht, wenn du ficken sagst

Dass manche Worte dir nicht über die Lippen kommen, dass du dich schämst oder sogar schlecht fühlst – das ist alles total nachvollziehbar. 

Trotzdem kann es Begriffe geben, die du nie laut in der Öffentlichkeit sagen würdest und die dich im Bett verdammt heiß machen. Das Verbotene hat seinen eigenen Reiz und wenn du damit nicht im Privaten experimentieren darfst, wo dann?

Lektion 2: Nenn die Dinge beim Namen

Du hast dich an den Gedanken gewöhnt, Pfui-Pfui-Worte auszusprechen? Fantastisch! 

Damit kommen wir zur nächsten Herausforderung: Lern Vagina, Penis, Klitoris, Hoden – und womit auch immer du noch spielen möchtest – auszusprechen, ohne dabei knallrot anzulaufen.

Lektion 3: Schreibe deinen ganz persönlichen Sex-Code

Wenn du die Hürde gemeistert hast, die Dinge benennen zu können, wird es Zeit, gemeinsam etwas kreativ zu werden!

Es lohnt sich eigene Worte zu erfinden. Gemeinsam. Für alles! Wenn ihr dann irgendwan Analsex „die Gurke im Gemüsefeld vergraben“ nennt, ist das nicht peinlich – es ist eben eure Art, euch auszudrücken. 

Und es schweißt euch als Paar zusammen, eure eigenen Sex-Geheimcodes zu haben. 

Lektion 4: Sag, was dir gefällt

Um bei der Gurke zu bleiben: Möchtest du denn, dass sie im Gemüsefeld vergraben wird? Es ist nämlich voll okay, wenn es nicht so ist! Vielleicht möchtest du, dass das Gemüsefeld vorher etwas gestreichelt wird, oder dass die Gurke nur sehr, sehr langsam ihren Platz im Erdreich findet? 

Wenn du eine eigene Sprache gefunden hast, die für euch beide verständlich ist, wird es einfacher, über Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen. 

Und das gibt dir eine deutlich bessere Verhandlungsposition in Gurken-Gemüsefeld-Angelegenheiten. 

Lektion 5: Fordere, was dir gefällt

Jetzt, da du gelernt hast, deine Wünsche zu artikulieren, kannst du sie auch einfordern. Dass uns oft die Worte fehlen, ist eine ziemlich große Hürde auf dem Weg zur Erfüllung sexueller Wünsche. 

Aber zum einen hast du jetzt die Worte, die du brauchst und zum anderen hast du selbst die Erfahrung gemacht, dass es total sexy ist, zu bekommen, was du dir wünscht. 

Und hey, Fragen kostet ja nix. 

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Lektion 6: Sprich mit anderen über Sex

Du hast deine Sprache gefunden, bekommst was du willst und genießt es, während des Sex laut „Kraul den Bären“ oder „Stängel mich, stängel mich!” zu schreien? Dann wird es Zeit, die frohe Kunde in die Welt hinauszutragen! 

Es ist schön, wenn wir mit unseren Partnern über Sex sprechen können, aber du musst dich nicht auf sie beschränken. Rede auch mit Freunden darüber, was dir gefällt, was anderen gefällt und was für Erfahrungen du gemacht hast. Es gibt so viel, was du aus den Schlafzimmern anderer lernen kannst! 

Und es tut gut zu wissen: Die sind mindestens genauso verrückt wie du. 

Lektion 7: Schweig und genieße

Du bist jetzt Dirty-Talk-GroßmeisterIn und hast keine Beklemmungen mehr, schmutzige Worte durch die Wohnung zu brüllen. Genieß deine neugefundene Stimme! 

Außer natürlich, du solltest eines schönen Tages einer meiner Mitbewohner sein. Dann vergiss diese Lektionen und beiß ins Kissen, wenn es dich überkommt. 

Danke sehr! 

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Feeling, in dem sich alles um Liebe, Gefühle, Freundschaft und Sex dreht. So wie in diesen Artikeln: