Warum es Zeit wird, den Star-Wars-Prequels noch eine Chance zu geben

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Victor Redman

Star Wars ist eine Trilogie — so lautet der Leitspruch vieler Fans. Ziemlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Saga schon jetzt aus wenigstens zwei Trilogien besteht.

Doch während die Original-Trilogie Generationen von Fans in ihren Bann schlagen konnte, sorgte die Prequel-Trilogie ab 1999 vor allem für Entzauberung. Eine schwache Story, flache Charaktere und eine LKW-Ladung steriler Computer-Effekte enttäuschten die Erwartungen.

Aber sind die Episoden I bis III wirklich so schlecht wie ihr Ruf?

Always look on the bright side of life the prequels

Ist die Kritik an der Prequel-Trilogie gerechtfertigt? Aber sowas von! Nicht ohne Grund habe ich sie über die letzten zehn Jahre gekonnt ignoriert.

Inzwischen muss ich trotzdem gestehen, dass die Prequels auch viel Gutes zu bieten haben. Niemals gab es fulminantere Lichtschwert-Duelle zu sehen, ganz zu Schweigen von der gigantischen Bodenschlacht in Episode II. 

In der Prequel-Trilogie sind die Sterne wahrhaftig im Krieg!

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Nennenswerte Neuzugänge

Coole Charaktere wie Darth Maul, Count Dooku oder General Grievous wären uns ohne die Prequel-Trilogie nie über den Weg gelaufen. Auch hätten wir niemals einen jungen Obi-Wan erlebt, oder den mysteriösen Imperator Palpatine besser kennen gelernt.

Sicherlich hätten diese Charaktere noch wesentlich besser entwickelt werden können — aber dass es sie überhaupt gibt, verdanken wir allein den Prequels. 

Das Gleiche gilt übrigens für die extrem sehenswerte Animationsserie Clone Wars, die zwischen Episode II und III spielt und in über sechs actionreichen Staffeln die Klonkriege dokumentiert. Viele der Figuren und Themen, die in den Prequels nur angerissen werden, finden hier ihre Vollendung.

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Die Prequels waren ein Experiment

Was Star-Wars-Schöpfer George Lucas mit den Prequels überhaupt vorhatte, ist zunehmend in Vergessenheit geraten. 

Mit der Original-Trilogie revolutionierte er die Welt der Spezialeffekte, und mit der Prequel-Trilogie wollte er dieses Kunststück wiederholen. Leider konnten die animierten Sets und die Computer-generierten Charaktere bei den Fans nicht landen. Die Technik war einfach noch nicht so weit.

Lucas hat sich also verzockt. Das heißt aber nicht, dass er nicht auf der richtigen Spur gewesen wäre. Wenn man bedenkt, wie präsent computer-generierte Effekte in der heutigen Filmlandschaft sind und wie gut sie funktionieren, könnte man fast sagen: Lucas war seiner Zeit voraus. 

Das macht natürlich die Prequels nicht besser, aber im Zweifel ist mir ein mutiger Fehlschlag lieber als ein langweiliger, sicherer Erfolg.

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Sind die Prequels die Krone der Star-Wars-Saga? Mit Sicherheit nicht. Aber losgelöst von jeglichem Hype können sie durchaus Spaß machen. Interessante Augenblicke und intensive Action-Sequenzen gibt es jedenfalls genug.

Also: Ran an die Prequel-Trilogie! Der nächste Marathon wartet schon.

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Auch die Prequels brauchen Liebe! Sag's deinen Freunden!

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