Berufe, die eindeutig mehr wert sein sollten!

kim-torster
Kim Torster

Auch in Zeiten des Mindestlohns arbeiten viele Menschen in unterbezahlen Berufen.

Die Betroffenen leisten dabei tagtäglich einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft. Ihr Gehalt reicht trotzdem oft vorne und hinten nicht. Eine traurige und ungerechte Tatsache, der wir uns ruhig öfter bewusst werden sollten.

Hier ist eine Liste der Berufe, die eindeutig mehr wert sein sollten:

AltenpflegerIn

Durchschnittliches Brutto-Einkommen: 2.254 Euro/Monat

Bild via Pixabay.com

Der Beruf der AltenpflegerIn ist sowohl körperlich, als auch psychisch sehr anstrengend. Während Büroangestellte ihre Zeit auf einem gemütlichen Drehstuhl absitzen dürfen, ist eine AltenpflegerIn durchgehend auf Achse. 

Zum beruflichen Alltag gehören körperliche Hilfestellungen aller Art und Schichtdienste, die sich gewaschen haben (auch an Feiertagen!). Das belastet Körper und Psyche zusätzlich. 

Dabei bleibt meist nicht einmal genügend Zeit, sich den Sorgen und Ängsten der pflegebedürftigen Menschen zu widmen. Auch das ist für viele AltenpflegerInnen, die ihren Beruf auch aus Liebe zu ihren PatientInnen ausüben, belastend.

HandwerkerInnen

Durchschnittliches Brutto-Einkommen: 2.461 Euro/Monat

Bild via Pixabay.com

Wie wichtig HandwerkerInnen sind, vergessen viele von uns, bis ihre Waschmaschine überläuft oder die Heizung im Januar plötzlich nicht mehr funktioniert. 

Handwerkliche Berufe sind alles andere als ein Zuckerschlecken. HandwerkerInnen haben oft unregelmäßige Arbeitszeiten, aber vor allem sind sie körperlich sehr fordernd und können in der Regel nicht bis zum gesetzlichen Rentenalter ausgeübt werden. 

Das ist vor allem problematisch, wenn der Lohn nicht ausreicht, um beizeiten etwas für die Rente zur Seite zu legen! 

KellnerInnen

Durchschnittliches Brutto-Einkommen: 1.732 Euro/Monat

PLAY
Bild via Giphy.com

Kellnerarbeit findet vor allem dann statt, wenn andere Menschen frei haben. Zu den Stoßzeiten ist dieser Job mit extrem viel Stress und Hektik verbunden. Nörgelnde, unfreundliche Gäste gehören dabei ebenso zum Kellneralltag wie das schwere Servier-Tablett.

Wer einmal für Freunde auf einer Party oder in einem Schankwagen ausgeholfen hat wird außerdem wissen, die Rückenschmerzen vom stundenlangen Stehen, Laufen und Schleppen sind die Hölle!

SozialpädagogInnen

Durchschnittliches Brutto-Einkommen: 1.984 Euro/Monat

SozialpädagogInnen kümmern sich täglich um Menschen, die irgendwie durch das soziale Netz unserer Gesellschaft gefallen sind. Dabei stehen sie ihnen durchgehend mit Rat und Tat zur Seite. Auch dieser Job ist psychisch belastend: SozialpädagogInnen tragen eine hohe Verantwortung und müssen gleichzeitig oft einsehen, dass nicht jedem Menschen geholfen werden kann.

Noch unfairer erscheint ihr extrem niedrige Gehalt – wenn man bedenkt, dass viele von ihnen studiert haben und somit viel Zeit und Geld in ihre Ausbildung investiert haben, ohne jemals etwas davon zurückzubekommen.

FriseurInnen

Durchschnittliches Brutto-Einkommen: 1.662 Euro/Monat

FriseurInnen stehen in Deutschland auf der Gehaltsliste ganz unten. Dabei unterliegt ihre Arbeit langen Stehzeiten, sowie einem hohen Zeit- und Qualitätsdruck. 

Besonders FriseurInnen, die in großen Billig-Ketten arbeiten, leisten Fließbandarbeit, in der oft nicht mal Zeit für kurze Pausen bleibt.

HausmeisterInnen

Durchschnittliches Brutto-Einkommen: 2.274 Euro/Monat

HausmeisterInnen sind Alleskönner! Sie arbeiten oft nachts oder an Sonn- und Feiertagen und stehen ständig in Bereitschaft. 

Zu ihrer Arbeit gehört außerdem die Arbeit im Freien – egal bei welchem Wetter und das ständige Genörgel von Anwohnern und Vorgesetzten, dass wieder irgendwo irgendwer etwas kaputt gemacht hat, um das man sich sofort kümmern muss. 

KrankenpflegerInnen

Durchschnittliches Brutto-Einkommen: 1.967 Euro/Monat

PLAY

KrankenpflegerInnen sind – ähnlich wie Altenpfleger – einem permanenten körperlichen- und physischem Stress ausgesetzt. 

Zusätzlich wird der Beruf der KrankenpflegerInnen in Deutschland immer weniger gewürdigt, dabei umfasst ihre Arbeit ein großes medizinisches Wissen und hohe Eigenverantwortlichkeit gegenüber dem Patienten.

Spätestens, wenn man selbst einmal einen Krankenhausaufenthalt hinter sich bringen muss, wird man diese Engel zu schätzen wissen. 

ErzieherInnen

Durchschnittliches Brutto-Einkommen: 1.945 Euro/Monat

Die Betreuung von Kindern und Jugendlichen durch ErzieherInnen erfordert nicht nur viel Geduld, sondern ist in Zeiten von hohen Beschäftigungsquoten auch erforderlicher denn je. 

Dabei ist die Gehaltsdifferenz, beispielsweise im Vergleich zu Grundschullehrern, sehr hoch. Auch die Ausbildung zum Erzieher muss in den meisten Fällen aus eigener Tasche bezahlt werden.

Danke für eure tolle Arbeit, liebe HandwerkerInnen, KellnerInnen, HausmeisterInnen, FriseurInnen, SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, Kranken- und AltenpflegerInnen!

Ohne euch wären wir aufgeschmissen!

Zeig deinen Freunden, wie unfair manche Menschen entlohnt werden!

Teilen Teilen

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Caring, in dem es um Dinge geht, die unsere Welt besser machen: Konsum, Umweltschutz, Gerechtigkeit, Gesellschaft. So wie in diesen Artikeln: