Von dieser Seite hast du Ned Stark noch nie gesehen!

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Victor Redman

Ned, wir müssen reden. Ich mag dich wirklich. Jeder mag dich! Bis zum Ende der ersten Staffel war ich überzeugt, du seist die Hauptfigur in Game of Thrones! Kaum ein Tod in der Serie erwischte mich kälter als deiner.

Aber ich muss ehrlich sein: Irgendwo hast du dir das Ganze auch selbst zuzuschreiben!

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Naivling Ned

Es besteht kein Zweifel daran, dass du ein Mann von Ehre bist: Hart aber gerecht, ehrlich und zuverlässig wie der sprichwörtliche Fels in der Brandung. Du bist einfach zu gut für diese Welt – und ganz sicher zu gut für die Welt von Game of Thrones. 

Die Gefahr, die von den machthungrigen Lannisters ausgeht, unterschätzt du von Anfang an. In der Hauptstadt verlässt du dich blind auf deine Position als Hand des Königs und glaubst ernsthaft, dass König Robert – wohlgemerkt der Ehemann von Cersei Lannister – im Zweifel hinter dir steht. 

Dass die Lannisters deinen alten Freund am Nasenring durch die Manege ziehen, kannst oder willst du nicht sehen – erschreckend naiv für jemanden, dessen Familiencredo zu steter Wachsamkeit mahnt!

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Zuviel der Ehre

Bei aller Naivität ist dir durchaus bewusst, dass mit den Lannisters etwas nicht stimmt, aber auch hier stehst du dir selbst im Weg.

Denn als du herausfindest, dass die vermeintlichen Kinder des Königspaares aus der Beziehung zwischen Königin Cersei und ihrem Bruder Jamie stammen, nutzt du dieses Wissen nicht. Nein, du informierst sogar Cersei über deine Entdeckung, damit sie sich und die Kinder in Sicherheit bringen kann! 

Dass Cersei diese Zeit lieber nutzt, um neue Intrigen gegen dich zu spinnen, versteht sich von selbst. Dennoch schlägst du Renly Baratheons Plan aus, sie und die Kinder bei Nacht und Nebel festzusetzen. Wie üblich wählst du die offene Konfrontation — nicht die beste Idee, wie sich herausstellt.

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Du warst stets aufrecht, Ned. Aber darin warst du auch egoistisch. Ich will gar nicht darüber nachdenken, was deiner Familie und den Sieben Königslanden erspart geblieben wäre, wenn du dich einmal im Leben dazu durchgerungen hättest, ein Arsch zu sein!

Vermutlich könntest du heute auf dem Eisernen Thron sitzen. Da das aber nie dein Ziel war, hättest du nach König Roberts Unfalltod vermutlich einem seiner Brüder den Steigbügel gehalten. Auch gut! So ziemlich jeder wäre ein besserer König gewesen, als der psychopathische Dreikäsehoch Joffrey. 

Die Lannisters hättest du vernichten können, ohne auch nur dein Schwert zu erheben. Denn wäre die Beziehung zwischen Cersei und Jamie – über die immerhin bis heute gemunkelt wird – öffentlich und offiziell geworden, wäre das das Ende des Clans gewesen! 

Mit Sicherheit hätten sie nicht genügend Verbündete gehabt, um in den Kampf um den Thron zu ziehen. Theon wäre nie in Versuchung gekommen, euch zu betrügen, und Winterfall wäre nie in Feindeshand gefallen. Die Rote Hochzeit hätte es nie gegeben! Das heißt, deine Familie könnte noch leben und zusammen sein, Ned.

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Ja, du warst einer von den Guten, Ned – anständig von der Wiege bis zur Bahre. Nur hättest du nicht so früh auf der Bahre enden müssen, wenn du ab und zu ein weniger skrupelloser gewesen wärst.

Deine Familie und die Sieben Königslande hätten es dir gedankt!

Wissen deine Freunde das schon?

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Couching, in dem sich alles um Serien, Filme, Games und dein geliebtes Sofa dreht! So wie in diesen Artikeln: