Wieso ich kein Praxissemester als Software-Entwickler mache

Als Wirtschaftsinformatik-Student mit Schwerpunkt Softwareentwicklung boten sich mir nach dem vierten Semester zwei übliche Arten von Praxissemester an:

1. In einer Software-Schmiede als Entwickler neue Programme zu entwerfen und umzusetzen

2. Dasselbe in der IT-Abteilung eines größeren Unternehmens, wie zum Beispiel einem Automobil-Konzern, zu tun

Trotz Stellenangeboten aus diesen Richtungen entschied ich mich aufgrund überzeugender Argumente letztlich dennoch für das Praktikum als „Growth-Hacker" bei Himate. Und das, obwohl ich bis zur Stellenausschreibung weder den Begriff Growth-Hacker gekannt habe, noch allzu starke Berührungspunkte zu den Tätigkeitsbereichen hatte.

1. Seestern

Praktika-Stellen als Java-Entwickler gibt es wie Sand am Meer; gute Entwickler ebenfalls. Ich wollte aber lieber aus der Menge herausstechen, also quasi der Seestern am Strand sein. Deswegen bot sich ein Praktikum als Growth-Hacker, einem in Deutschland noch quasi unbekannten Beruf, für mich viel eher an.

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2. Nine Gags

Himate! ist eine moderne News-Seite. Vor allem durch die Zusammenarbeit mit den drei Editoren, die Tag für Tag das Internet nach interessanten und unterhaltsamen Themen durchforsten, ist durchgehend für Spaß gesorgt. So vergeht kaum eine Stunde, ohne dass ich ein interessantes Video, ein lustiges Bild, oder auch einfach nur eine unterhaltsame Überschrift gezeigt bekomme.

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3. Töpferkurs

Himate! ist im August 2014 in die Beta-Phase gegangen. Ich musste mich somit also nicht in alte Techniken einarbeiten oder Fehler von Vorgängern und Vor-Vorgängern ausbessern. Vielmehr konnte ich an einem noch "formbaren" Produkt mitwirken und zum Beispiel nach einem (erfolgreichen) A/B-Testing einfach mal das Menü an eine andere Stelle auf der Seite verschieben.

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4. Schwarz, mit zwei Stückchen Katze bitte

Gerade durch den Beta-Status und das kleine Team ist die Praktikanten-Arbeit bei Himate! nicht nach dem Motto: "Hauptsache der Praktikant ist beschäftigt" oder das klassische Kaffee kochen. Was ich als Praktikant erarbeite landet nicht im Papierkorb oder irgendwelchen Ordnern. 

Vielmehr trage ich mit meinen Kollegen direkt zum Produkt bei. Als Growth-Hacker erkläre ich unseren Editoren beispielsweise welche Elemente in ihren Artikeln gut und welche eher schlecht funktioniert haben. Indirekt wird dadurch die Qualität und der Erfolg zukünftiger Artikel gesteigert.

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5. Nur kurz Facebook checken

Was den Führungskräften anderer Unternehmen ein Dorn im Auge ist, gehört hier zum "Daily Business". Da Himate! einen Großteil seines Traffics über Facebook bezieht, gehört das Auswerten von Postings, die Wirkung von Überschriften und ein Blick auf die Mitbewerber zum Tagesgeschäft. Nicht zu vergessen natürlich auch andere soziale Netzwerke wie Twitter, Google+ oder Instagram...

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6. Multi-Tasking

Die Arbeit bei Himate! beschränkt sich nicht auf einen kleinen Themenkomplex, sondern ist extrem abwechlsungsreich. Mit Datenanalyse, Testen von Tools, Programmieren eigener Lösungen oder eigenständigem Durchführen und Betreuen von Projekten habe ich eine breite Palette an To-Dos. Ich kann aber nebenher auch mal eine eigene Idee umsetzen. So konnte ich unseren Workflow zur Erstellung von Werbung durch die Entwicklung ein kleines Java-Programms vereinfachen und zeitlich deutlich beschleunigen.

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7. Sonne

Als Einwohner mit Informatik-Hintergrund lebt man ja eigentlich in den Tiefen des Programmierkellers im kühlen Licht der Neonröhren. Nach kurzer Zeit konnte aber auch ich mich an die große Fensterfront des Büros im dritten Stock gewöhnen. Ein strahlend blauer Herbsthimmel hat eben auch etwas.

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8. Kleine ganz groß

Neben den großen Standard-Lösungen wie Google Analytics oder Wordpress, setzen wir auch auf jede Menge Tools und Programme kleiner Indie-Studios und Privatentwickler, um das gewisse Quäntchen mehr aus dem Internet und uns herauszuholen. So eignet sich beispielsweise der Sitemap-Generator von wonderwebware super, um die Artikel-URLs anderer Websiten herauszufinden. Infolgedessen kann ich Daten aus dem Netz aggregieren, an die der Standard-Nutzer (mit Standard-Software) nie herankommt.

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9. Zurück Ab in die Zukunft

Wie eingangs erwähnt, ist das Berufsfeld des Growth-Hackers eine noch sehr junge Disziplin. Was ich heute bei Himate! lerne, ist somit hochgradig zukunftsrelevant und auch für eine Vielzahl an Firmen interessant. Es ist eben nicht nur das übliche Vertiefen der im Studium gelernten Techniken, sondern auch ein Vorstoßen in bisher unbekannte Sphären. Wir brauchen Heatmaps zum Scrollverhalten der User? Lässt sich machen. Welche Artikel-Konzepte funktionieren im Web allgemein? Lässt sich herausfinden.

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10. Die gute Fee

Drei Wünsche frei hatte ich bei Himate! zwar nicht, allerdings ist man für sämtliche Wünsche und Anregungen offen. Finde ich ein neues Programm, das uns die Arbeit in bestimmten Bereichen erleichtern könnte, kann schnell und ohne bürokratischen Aufwand entschieden werden, ob wir das Tool anschaffen. Hat jemand eine Idee für ein neues Artikelformat: Wird in der Teamsitzung diskutiert, optimiert und umgesetzt. So entstand auch aus dem Wunsch nach mehr Einblicken in das Redaktionsleben während einer kleinen Brainstorming-Runde der "Artikel der Woche", bei dem ein Mitglied des Himate!-Teams sein persönliches Wochen-Highlight vorstellt.

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11. Darf's sonst noch etwas sein?

Auch wenn man sich als Growth-Hacker viel mit Zahlen, Daten und Fakten beschäftigt, kommt der Kundenkontakt nicht zu kurz. Sowohl mit Nutzern über Feedback und Veranstaltungen als auch mit Werbekunden zur Planung von Native Advertising, treffe ich immer wieder auf neue nette Leute.

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12. Dazu hätte ich gerne noch...

Was der Kontakt zum Kunden in die eine Richtung, ist der Kontakt zum Dienstleister in die andere Richtung. Ich stehe hierbei vor allem mit der Agentur 361° in Verbindung, die die Website technisch umsetzt. Dabei finde besonderes interessant, auch einmal die betriebswirtschaftliche Seite eines Projektes kennenzulernen. Kosten und Nutzen neuer Features müssen natürlich immer in einem gesunden Verhältnis stehen. Gerade wenn wir mal wieder mehrere Wünsche auf einmal haben...

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Geschafft

12 Punkte, 12 Visualisierungen: Dich scheint das Thema zu interessieren. Dir gefällt Himate!? Dann folge uns doch auf Facebook. Gerade als Growth-Hacker freue ich mich natürlich immer über steigende Zahlen.

Du hast genau so viel Bock auf das "etwas andere" Praktikum wie ich? Dann könntest du ab März 2015 mein Nachfolger werden.

(13.) Süße Hundebabies

Wir sind im Internet und wer einen so langen Artikel durchließt, der hat sich auch ein paar knuffige Hündchen verdient.

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Feeling, in dem sich alles um Liebe, Gefühle, Freundschaft und Sex dreht. So wie in diesen Artikeln: