Mit diesen einfachen Tricks kommst du katerfrei durch die Nacht

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Lisa Budzynski

Das Surren des Staubsaugers reißt mich aus dem Schlaf. Ich versuche, die Augen zu öffnen. Argh. Die Sonne ist zu hell, mein Mund zu trocken, der Kopf zu dick. Als hätte mich eine Planierraupe plattgemacht – du kennst das. Nachdem ich meinen partywunden Körper in die Küche geschleppt habe, sitze ich wie ein Häufchen Elend am Küchentisch und flüstere : „Nie wieder! Nie wieder werde ich so viel trinken.“

Aber machen wir uns nichts vor: Werde ich halt schon. Doch an diesem Morgen schwöre ich mir: Nie wieder will ich so einen Kater haben! Und das geht so:

19.30 Uhr: fettig Essen

Eine leckere Pizza zum Beispiel. Oder Nudeln mit Sahnesauce. Hauptsache fettig und reichlich. Das sorgt dafür, dass der Alkohol langsamer und in besser verträglichen Dosen ins Blut abgegeben wird.

21.00 Uhr: keine zuckrigen Drinks, lieber hell als dunkel

Die bunten, süßen, fruchtigen Drinks mit Schirmchen, die es zur Happy Hour für 4,90 € gibt, sind tabu. Aus zwei Gründen:
1. Der Zucker in diesen Getränken hemmt den Abbau des Acetaldehyds (ein Zwischenprodukt beim Alkohol-Abbau im Körper, das giftig ist und hauptsächlich verantwortlich für den Kater).
2. Günstige Cocktails sind häufig auch aus günstigen Zutaten. Ergibt Sinn, oder? Die wiederum enthalten mehr Fusel-Alkohole, die deinem Körper schaden.

Ich verzichte ab jetzt auf diese „Schnäpp(s)chen“ und lasse der Leber auch ein bisschen Zeit. Denn wer schnell viel Alkohol konsumiert, sorgt dafür, dass das arme Organ mit dem Abbau nicht hinterher kommt.

Auch andere Getränke mit hohem Zuckergehalt sind Katergaranten. Helle, klare Getränke sind besser als dunkle, braune. Kein Mixen mehr! Vor allem das Mischen niedrigprozentigen Alkohols - wie Bier, Wein und Sekt - birgt großes Katerpotenzial.

23.00 Uhr: Wasser und Knabberkram

Wenn ich merke, dass der Alkohol bereits seine erste Wirkung zeigt, trinke ich ein Glas Wasser. Alkohol wirkt harntreibend und dadurch verliert der Körper wichtige Mineralien und Flüssigkeit. Knabbereien und Snacks wie Salzstangen, Käse-Häppchen oder Erdnüsse gibt sind gut für den Elektrolyte-Haushalt und den Kreislauf.

Und was immer hilft: Insgesamt einfach nicht zu viel trinken. Ich weiß, ich weiß: Jetzt klinge ich wie Mutti. Aber es ist Fakt, dass man häufig bereits nach 1,5 Gramm Alkohol pro Körpergewicht (ein Wert, der bei einem Gewicht von 70 Kilo bereits nach einem Liter Wein erreicht ist) am nächsten Tag mit einem Kater rechnen muss.

0.30 Uhr: nicht so viel Rauchen

Klar, in einer Raucherbar macht es kaum einen Unterschied, ob ich auch noch selber rauche oder nicht. Um einen Kater zu vermeiden, ist aber eine rauchfreie Umgebung gut. Denn jedes Gift, das der Körper zusätzlich abbauen muss, belastet.

2.20 Uhr: Brühe

Der absolute Geheimtipp steckt im Soßenschrank! Zuhause angekommen, mache ich mir einen Becher Brühe. Die gleicht den Elektrolyte- und Mineralstoff-Haushalt aus und sorgt dafür, dass Wasser besser vom Körper aufgenommen werden kann.

2.30 Uhr: frische Luft und mehr Wasser

Bevor ich ins Bett torkele, öffne ich das Fenster ein Stück und nehme mir eine große Flasche Wasser mit ans Bett. Zum einen kann ich die Flasche knuddeln, falls ich mich plötzlich einsam fühle, zum anderen sollte ich aber vor allem noch eine Menge trinken.

10.40 Uhr: Frühstück, Wasser und Bewegung

Sollte es mir trotz aller Bemühungen am nächsten Morgen schlecht gehen, versuche ich es mit einem üppigen Frühstück. Zum Beispiel Rührei, Müsli und Obst. Und wenn das nicht geht, dann etwas Salziges wie Gewürzgurke. Dazu viel trinken, vielleicht gesüßten schwarzen Tee – der stärkt den Kreislauf. Anschließend bewege ich meinen müden Hintern an die frische Luft, und wenn ich nur um den Block gehe. Der Sauerstoff hilft dem Körper und macht den Kopf wieder klarer.

Tja. Das war's für dich, Kater. 

Mit welchen Tipps kämpfst du gegen den Kater?

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Titelbild via fotolia.com

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Feeling, in dem sich alles um Liebe, Gefühle, Freundschaft und Sex dreht. So wie in diesen Artikeln: